„ZEITREICH“– Flexible Lösungen für Arbeitgeber und Beschäftigte

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 27. August 2019
Wecker auf Schreibtisch, im Hintergrund arbeitet eine Frau an Unterlagen und Taschenrechner

„ZEITREICH“– Flexible Lösungen für Arbeitgeber und Beschäftigte

Das Projekt „ZEITREICH“ der Initiative „Neue Qualität der Arbeit“ hat 13 Betriebe bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Zeitmodelle begleitet. Im Zentrum stand dabei die Frage: Welche Lösungen sind für Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite gleichermaßen zufriedenstellend?

 

Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit oder mobiles Arbeiten: Flexible Arbeitsmodelle ermöglichen Beschäftigten eine höhere Zeitsouveränität, sorgen für Entlastung und unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Arbeitgeber müssen dabei die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit im Blick behalten. Das Projekt „ZEITREICH“ der Bundesinitiative „Neue Qualität der Arbeit“ (INQA) richtet den Blick gezielt auf die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerinteressen bei der Flexibilisierung von Arbeitszeit und will dabei unterstützen, Lösungen zu entwickeln, die beide Seiten gleichermaßen zufrieden stellen.

Konfliktpotential in Arbeitszeitmodellen identifizieren und lösen

Bis 2019 unterstütze INQA mit dem Projekt Geschäftsleitungen und Personalverantwortliche sowie Betriebs- und Personalräte von insgesamt 13 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Verwaltungen dabei, neue Zeitmodelle zu entwickeln, zu erproben und einzuführen. In zwei aufeinander aufbauenden Projektphasen führten die Modellbetriebe gemeinsam mit den Projektbegleitern Befragungen und Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite durch und identifizierten so Konfliktpotential bei unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen. Anschließend erarbeiteten paritätisch aufgestellte Projektteams Modelle, die zur Lösung dieser Konflikte führen sollten. Bei der nachfolgenden Umsetzung wurden sie ebenfalls von fachkundigen Beraterinnen und Beratern begleitet. 
Dabei zeigte sich, dass viele Modelle nur dann konfliktfrei funktionieren können, wenn auch die Rahmenbedingungen stimmen. Flexible Arbeitszeitmodelle wie Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit führen beispielsweise dann zum Konflikt, wenn sie zur Folge haben, dass Büros und Werksgelände freitagsnachmittags menschenleer sind, weil die Beschäftigten Überstunden vorzugsweise für ein langes Wochenende verwenden. Ohne Absprachen in den Arbeitsteams und entsprechende betriebliche Regelungen funktionieren diese Modelle also nicht.

Flexibilisierung – eine sozialpartnerschaftliche Aufgabe

Im gesamten Projektverlauf stand stets ein sozialpartnerschaftlicher Ansatz und die Beteiligung der Beschäftigten im Fokus. Die Projekterfahrungen zeigen, dass die frühzeitige Einbindung von Beschäftigten und Arbeitnehmervertretungen ein zentraler Erfolgsfaktor bei der Entwicklung, Einführung und Gestaltung von Arbeitszeitmodellen ist. 
Auf Grundlage der im Rahmen des dreijährigen Projekts gewonnenen Erfahrungen sind zwei Leitfäden entstanden, die sich an Geschäftsleitungen sowie Betriebs- und Personalräte richten. Die Handlungshilfen greifen die Frage nach einem sinnvollen Umgang mit Zielkonflikten zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern in punkto Arbeitszeitflexibilisierung auf, präsentieren innovative Modelle zur Arbeitszeitgestaltung und Arbeitsorganisation und zeigen Wege für partnerschaftliche Lösungen dieser Konflikte auf.

Leitfaden „Erfolg mit flexiblen Arbeitszeitmodellen“ 

Der Leitfaden „Erfolg mit flexiblen Arbeitszeitmodellen“ richtet sich in erster Linie an Personalverantwortliche und Geschäftsleitungen. Er erläutert, wie Zielkonflikte in der betrieblichen Arbeitszeitpolitik entstehen und wie sie sich identifizieren und mithilfe von innovativen Arbeitszeitmodellen sozialpartnerschaftlich lösen lassen. Dabei greift er aktuelle Trends auf, stellt die besonderen Merkmale sowie die Verbreitung unterschiedlicher Modellansätze vor, nimmt immer wieder Bezug auf die am Projekt beteiligten Modellbetriebe und gibt Hinweise dazu, wie sich die Erfahrungen aus dem Projekt auf die eigene betriebliche Situation übertragen lassen. 

Leitfaden „Flexible Arbeitszeitmodelle beteiligungsorientiert gestalten“ 

Der Leitfaden „Flexible Arbeitszeitmodelle beteiligungsorientiert gestalten“ richtet sich gezielt an Betriebs- und Personalräte. Neben allgemeinen Grundlagen der Arbeitszeitgestaltung widmet er sich aktuellen Fragen zur Arbeitszeitflexibilisierung und gibt praxisorientierte Hilfestellungen in Bezug auf die Frage, wie sich betriebliche Arbeitszeitmodelle beteiligungsorientiert realisieren lassen. Darüber hinaus unterstützt er Betriebs- und Personalräte mit konkreten Fallbeispielen sowie für den Umsetzungsprozess relevanten Unterlagen wie zum Beispiel Checklisten und Fragebögen.

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familie@beruf.nrw.de

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