Wenn die Kinderbetreuung plötzlich ausfällt – wie können die Betriebe helfen?

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 21. Dezember 2020
Erzieherin und Kinder spielen mit bunten Bauklötzen

Wenn die Kinderbetreuung plötzlich ausfällt – wie können die Betriebe helfen?

Nicht nur während der Pandemie ist das ein Thema für viele Eltern: Was tun, wenn plötzlich die Kinderbetreuung ausfällt und schnell eine Lösung gefunden werden muss? Hier müssen nicht immer Verwandte oder Nachbarn einspringen. Auch die Betriebe können ihre Beschäftigten mit verschiedenen Maßnahmen unterstützen.

 

Arbeitszeiten flexibel regeln

Überall da, wo es geht, können sie das Mobile Arbeiten ausweiten und die Begrenzung von Homeoffice-Tagen überprüfen. Auch bei der Arbeitszeitgestaltung lässt sich Einiges machen: Mit Schichtmodellen, Gleitzeit und Gleittagen sowie dem Abbau von Überstunden können Unternehmen flexibel auf Engpässe reagieren. Eltern können beispielsweise einzelne Gleittage nehmen und ihre Gleitzeit anders nutzen, indem sie früher anfangen und mittags wieder nach Hause gehen, am besten versetzt mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin. Doch es geht noch mehr: Mit Langzeitkonten lassen sich Schwankungen durch Abbau von Überstunden bzw. nachträglichen Ausgleich von Minus-Stunden abfangen. Und wenn die Kinderbetreuung längerfristig ausfällt, kann das Stundenvolumen der Beschäftigten flexibel angepasst oder sogar (unbezahlter) Sonderurlaub gewährt werden.

Eigeninitiative zeigen

Darüber hinaus können Betriebe ihre Beschäftigten auch durch eigene Angebote praktisch unterstützen. Vielleicht gibt es in der Nähe Tagesmütter oder -väter, die Notplätze anbieten? Oder stellen die Kitas in der Umgebung Plätze für die Notfallbetreuung zur Verfügung? Hier lassen sich gegebenenfalls Vereinbarungen für den Notfall treffen. Möglicherweise können auch externe professionelle Babysitter einspringen, die sich unter anderem im Internet finden. Der Verein Notmütterdienst vermittelt in größeren Städten Ersatzmütter.

Bei all diesen Optionen empfiehlt es sich, nicht erst zu suchen, wenn der Bedarf plötzlich da ist, sondern schon im Vorhinein Kontakte zu sammeln und Absprachen zu treffen. Hierfür eignet sich – je nach Größe des Betriebs – die Einrichtung eines „Familienservice“, also eines eigenen Aufgabenbereichs: Wenn Mitarbeitende dringend Hilfe bei der Kinderbetreuung brauchen, wissen sie gleich, wohin sie sich wenden können. Ein Familienservice kann auch dabei helfen, firmenintern ein Netzwerk aufzubauen, in dem sich Eltern gegenseitig unterstützen. Außerdem berät er die Eltern auch dann in Fragen der Betreuung oder unterstützt sie bei der Suche nach Angeboten, wenn gerade kein Notfall herrscht. Neben einer firmeninternen Lösung gibt es auch professionelle Anbieter, an die Unternehmen sich wenden können.

Und die Kosten?

Betriebe können ihre Beschäftigten auch finanziell durch Zuschüsse unterstützen, wenn kurzfristig eine Kinderbetreuung organisiert werden muss. Die gute Nachricht: Für die Mütter und Väter bleiben zusätzlich erbrachte Arbeitgeberleistungen bis zu einer Grenze von 600 Euro pro Person steuerfrei. Voraussetzung: Der zusätzliche Betreuungsbedarf muss wegen einer zwingenden und beruflich veranlassten kurzfristigen Betreuung eines Kindes unter 14 Jahren entstehen, zum Beispiel bei außergewöhnlichen Arbeitszeiten oder bei der Schließung von Schulen und Kitas aufgrund der Corona-Krise. Genaue Angaben zu den Details kann Ihnen Ihr Steuerberater erläutern.

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