Vorbereitet sein!

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 12. Oktober 2020
Damenhand blättert in Unterlagen

Vorbereitet sein!

Die COVID-19-Pandemie hat die Arbeitswelt kalt erwischt: Von heute auf morgen mussten Abläufe neu geordnet und Schutzmaßnahmen eingeführt werden. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat Empfehlungen zur betrieblichen Pandemieplanung veröffentlicht. Lesen Sie hier, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen, damit Sie im erneuten Ernstfall oder bei einer zweiten Welle vorbereitet sind.

 

Für den Einstieg in die Planung im eigenen Unternehmen hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung zehn Tipps herausgegeben, die wir Ihnen hier gerne vorstellen wollen. Die komplette Übersicht finden Sie hier. Welche spezifischen Handlungsfelder im Ernstfall zu beachten sind, zeigt zudem eine  Checkliste für Firmen vom Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte.

  1. Der wichtigste und erste Tipp lautet: Bereiten Sie sich gut vor. Das bedeutet, zu wissen, was eine Pandemie ist und warum eine vorbereitende Planung wichtig ist? Selbst bei harmloseren Erregern mit mildem Krankheitsverlauf können plötzlich große Teile der Belegschaft ausfallen. Für Betriebe gilt, sich darauf vorzubereiten, um flexibel reagieren zu können. 
  2. Dazu braucht es klar definierte Zuständigkeiten und Ansprechpersonen im Betrieb, die im Ernstfall kontaktierbar sind und Fragen aus der Belegschaft möglichst schnell beantworten können.
  3. Tritt der Ernstfall ein, gilt es schnell alle Beschäftigten zu informieren, am besten nach einem betriebsinternen Plan, mit dem alle im Betrieb vertraut sind. Zu den wesentlichen Punkten gehört etwa ein Konzept für die interne Kommunikation. Denn klare Anweisungen und ein guter Informationsfluss erleichtern einen reibungslosen Ablauf und tragen dazu bei, größere Beunruhigung in der Belegschaft zu vermeiden.
  4. Zudem gilt es Ansprechpersonen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu beteiligen. Informationen gibt es z. B. bei Betriebsärztinnen und Betriebsärzten und den Unfallversicherungsträgern.
  5. Für den konkreten Schutz vor Infektionen sind Schutzimpfungen das beste Mittel. Ist ein Impfstoff verfügbar, schützt eine Impfung nicht nur Sie und Ihre Belegschaft, sondern auch Ihre Umgebung.
  6. Ein hygienisches Verhalten am Arbeitsplatz bietet darüber hinaus Schutz. Hier kommt es auf den Einsatz von Arbeitgebern und Beschäftigten gleichermaßen an. Arbeitgeber sind zu besonderen Arbeitsschutzmaßnahmen verpflichtet, um die Gesundheit von Beschäftigten zu sichern – detailliertere Informationen in der aktuellen Pandemie bietet der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Beschäftigten tragen ihren Teil bei, indem sie die Maßnahmen befolgen.
  7. Durch das Festlegen von Geschäftsabläufen bei Personalausfall kann das Unternehmen im Ernstfall schnell reagieren. Dabei werden Vertretungsregelungen und Prioritätensetzung festgehalten, um ein Weiterarbeiten trotz Personalausfällen zu ermöglichen.
  8. Beim Organisieren von Erkrankungsfällen im Unternehmen ist auch ein Zusammenspiel zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern gefragt. Beschäftigte werden angehalten, besonders wachsam zu sein und bei Krankheitssymptomen einen Arzt aufzusuchen bzw. aus dem Homeoffice zu arbeiten. Der Arbeitgeber sollte schon vor dem Ernstfall die gesundheitliche Betreuung von Beschäftigten organisieren, die während der Arbeitszeit Krankheitssymptome bekommen: Wer betreut, bis erkrankte Beschäftigte zum Arzt oder nach Hause gebracht oder abgeholt werden und wie werden die Betreuenden geschützt?
  9. Bei geplanten Dienstreisen oder Tagungen sollte geprüft werden, ob diese notwendig sind, alternativ digital abgehalten oder verschoben werden können? Falls Dienstreisen erforderlich sind, halten das Robert Koch-Institut bei Reisen im Inland und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie das Auswärtige Amt bei Reisen ins Ausland Informationen bereit.
  10. Ist sie einmal aufgestellt, gilt es, die Planung regelmäßig zu aktualisieren. Dabei gilt es, aktuelle Entwicklungen und Empfehlungen der Gesundheitsbehörden zu berücksichtigen. Zuständigkeiten müssen bei Personalwechsel angepasst werden.

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familie@beruf.nrw.de

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