Von Beratungsangebot bis Betriebs-Kita: Bei der Kinderbetreuung unterstützen

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 10. November 2021
Holztisch, auf dem Dosen mit Fingerfarben und Buchstabenklötzen stehen

Von Beratungsangebot bis Betriebs-Kita: Bei der Kinderbetreuung unterstützen

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie funktioniert nur, wenn die Kinder während der Arbeitszeiten ihrer Eltern gut betreut sind. Unternehmen können dazu beitragen, dass passende Angebote für die Mitarbeitenden bereit stehen. Und das muss nicht immer direkt die eigene Betriebs-Kita sein.

 

Berufstätige Eltern haben ganz unterschiedliche Ansprüche an die Betreuungsmöglichkeiten für ihren Nachwuchs. Für Kleinkinder benötigen sie in der Regel einen Platz bei einer Tagesmutter beziehungsweise einem Tagesvater oder in einer Kindertagesstätte. Wenn die Kinder schon zur Schule gehen, wissen die Eltern unter Umständen nicht, wo sie sie in den Ferien unterbringen können. Und wenn die eigentliche Betreuung kurzfristig ausfällt, kommt es auf schnelle Alternativen an. Arbeitgebende können viel tun, um dabei zu unterstützen und gewinnen dadurch selbst. Denn nur, wenn die Mitarbeitenden wissen, dass ihre Kinder gut versorgt sind, können sie sich auch auf ihre Aufgaben konzentrieren. Verschiedene Möglichkeiten im Überblick:

Kindergartenplätze reservieren

Unternehmen können mit Kindertagestätten in der Umgebung kooperieren und dort sogenannte Belegplätze für die Kinder ihrer Angestellten reservieren. Die Bergische Universität Wuppertal stellt nach diesem Modell zum Beispiel drei U3- sowie drei Ü3-Plätze zur Verfügung. Beschäftigte mit Kindern im Alter von mindestens sechs Monaten können über ein Antragsformular ihren Bedarf mitteilen. Die Stabstelle für Gleichstellung und Vielfalt bewertet diesen dann anhand eines Kriterienkatalogs, bevor das Rektorat beschließt, welche Mitarbeitenden einen Betreuungsplatz für ihre Kinder erhalten.

Betriebskindertagesstätte einrichten

Eine weiter greifende Möglichkeit, die Betreuungssituation für die eigenen Angestellten zu entspannen, ist die Einrichtung einer Betriebs-Kita. Da damit jedoch deutlich mehr Aufwand und höhere Kosten verbunden sind, kommt diese Variante meist nur für größere Unternehmen in Frage. Ein Beispiel ist der Zangenhersteller Knipex aus Wuppertal, der in der Nähe zum Werk eine Kindertagesstätte mit zwei Gruppenräumen, einem Schlafraum und einer kindgerecht ausgestatteten Küche betreibt. Dafür arbeitet Knipex mit einem externen Dienstleister zusammen, der die Betreuung durch pädagogische Fachkräfte ermöglicht.

Spielzimmer zur Verfügung stellen

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie schnell Betreuungsmöglichkeiten wegfallen können. Eltern stehen dann noch mehr als sonst vor der Herausforderung, Familien- und Berufsleben miteinander zu vereinbaren. In der Krise haben in vielen Unternehmen Homeoffice und flexible Arbeitszeiten geholfen, die Situation zu meistern. In anderen Zeiten oder für Mitarbeitende, die nicht von zu Hause arbeiten können, ist es gegebenenfalls sinnvoll, die Kinder im Notfall mit zur Arbeit bringen zu können. Ein Spielzimmer kann den Kleinen passende Beschäftigungsoptionen bieten. Der Softwaredienstleister Tarent Solutions mit Hauptsitz in Bonn hat gleich ein Eltern-Kind-Büro eingerichtet, in dem die Mitarbeitenden ihren Nachwuchs während der Arbeit gut im Blick behalten können. Soll darüber hinaus auch die Betreuung in einer Notfallsituation sichergestellt sein, bieten sich Dienstleister wie zum Beispiel „Die Notfallmamas“ an. Sie betreuen die Kinder der Angestellten wahlweise im Betrieb oder, zum Beispiel im Krankheitsfall, zu Hause und können dafür spontan gebucht werden.

Ferienbetreuung anbieten

Besonders in den Ferienzeiten braucht es Alternativen zu Kita und Schule. Der zeitliche und finanzielle Aufwand kann dabei ganz unterschiedlich sein. Einige Unternehmen organisieren das Programm selbst, andere beauftragen einen externen Dienstleister. Was sich am besten eignet, hängt von den individuellen Möglichkeiten und Kapazitäten ab. Es kommt zum Beispiel darauf an, ob im Betrieb geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, wer die Betreuung übernehmen kann und ob ausreichend Verpflegung und Materialien zur Beschäftigung vorhanden sind. Unter Umständen können mehrere Unternehmen auch eine gemeinsame Ferienbetreuung organisieren und sich den Aufwand so aufteilen.

Beratend zur Seite stehen

Wenn die passende Betreuungsmöglichkeit fehlt, hilft häufig auch schon ein guter Tipp. Es lohnt sich, dafür Beratungsstrukturen im Unternehmen zu schaffen. Eigene Mitarbeitende, die bereits Erfahrungen gesammelt haben, können diese teilen. Zudem können Arbeitgebende Kontakte zu Babysittern, Kindertagesstätten sowie Expertinnen und Experten pflegen und bei Bedarf weitervermitteln. In der Regel ist es sinnvoll, wenn feste Ansprechpersonen im Betrieb die Informationen sammeln und bei Fragen zur Verfügung stehen.

Weitere

Informationen

Mehr dazu auf

familie@beruf.nrw.de

Links

ZUM THEMA

Downloads

zum Thema

KEINE ERGEBNISSE

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter von Chancen durch Vereinbarkeit. So erhalten Sie regelmäßig Informationen und Veranstaltungshinweise zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Den Newsletter können Sie jederzeit abbestellen.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30