„Unsere Beschäftigten sind unser größtes Kapital“ – Vereinbarkeit bei den St. Gereon Seniorendiensten

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 24. März 2021
Porträtbild von Manuela Garbrecht, Leiterin des Pflegestützpunktes Ratheim, Ausbildungskoordinatorin und Vorsitzende der Mitarbeitervertretung bei den St. Gereon Seniorendiensten

„Unsere Beschäftigten sind unser größtes Kapital“ – Vereinbarkeit bei den St. Gereon Seniorendiensten

Die St. Gereon Seniorendienste gGmbH vereint vielfältige Pflegeangebote für ältere Menschen – von der ambulanten Pflege und dem betreuten Wohnen über die Kurzzeit- und Heimpflege bis zur Intensivpflege. Die Schichtarbeit stellt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor besondere Herausforderungen. Dennoch wurde das Unternehmen im Rahmen des Wettbewerbs „Deutschlands beste Arbeitgeber“ bereits mehrfach für seine attraktiven Arbeitsbedingungen gewürdigt.

 

Dass die rund 620 Mitarbeitenden auch in internen Umfragen eine hohe Arbeitszufriedenheit bestätigen, ist für Manuela Garbrecht, Leiterin des Pflegestützpunktes Ratheim, Ausbildungskoordinatorin und Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, vor allem in der Haltung des Unternehmens begründet: „Wir haben immer schon einen sehr großen Wert auf eine positive Unternehmenskultur gelegt. Unsere Beschäftigten sind unser größtes Kapital. Deswegen haben wir immer ein offenes Ohr – auch bei privaten Problemen – und unterstützen mit unseren Netzwerken. Wir nehmen zum Beispiel Erstkontakte zu Schuldnerberatungsstellen und Jugendämtern auf.“ 

Flexibilität auch im Schichtbetrieb möglich

Den St. Gereon Seniorendiensten ist es darüber hinaus wichtig, die unterschiedlichen Lebensentwürfe und -situationen ihrer Mitarbeitenden zu berücksichtigen und die Vereinbarkeit der individuellen Bedarfe mit dem Beruf zu ermöglichen. Dafür greift der Arbeitgeber auch auf Maßnahmen zurück, die zunächst einmal unmöglich klingen: Homeoffice in allen Funktionsbereichen – auch in der Pflege. „Das ist etwas ganz Besonderes und geht natürlich nicht in der direkten Arbeit mit dem Menschen. Aber Pflegerinnen und Pfleger haben auch viele administrative Aufgaben zu erfüllen, die sie gut von zu Hause aus erledigen können“, sagt Manuela Garbrecht. 

Außerdem sind die Beschäftigten in die Erstellung der Dienstpläne eingebunden. Die Mutter, die ihr Kind morgens zur Kita bringen muss, kann dann direkt in ihrem Team mitentscheiden, dass sie erst um 8 Uhr anfängt. Ebenso kann der Fußballtrainer sagen, dass er dienstags und donnerstags keinen Spätdienst machen kann, weil er dann seine Mannschaft trainiert. „Das Verständnis füreinander ist viel größer, wenn die Beteiligten das gemeinsam besprechen, als wenn sie einfach einen Dienstplan vorgesetzt bekommen“, berichtet Manuela Garbrecht. Voraussetzung ist, dass die Einteilung der Schichten auch wirklich flexibel ist. Es gibt bei den St. Gereon Seniorendiensten keine starren Muster, die zum Beispiel festlegen, dass die Mitarbeitenden eine Woche im Frühdienst und eine Woche im Spätdienst arbeiten. Zweiflerinnen und Zweiflern setzt Manuela Garbrecht entgegen: „Mit diesem Freiraum können unsere Mitarbeitenden sehr gut umgehen. Es ist allen bewusst, dass die Seniorinnen und Senioren nicht ausreichend versorgt werden, wenn keiner um sechs Uhr anfängt. Wir hatten noch nie das Problem, dass ein Dienst einfach unbesetzt bleibt.“

Ein besonderes Extra des Unternehmens ist, dass sich die Beschäftigten zusätzliche Urlaubstage verdienen können. Wer zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Fortbildungsmodulen über eine App absolviert, erhält so eine Anerkennung dafür, dass er zusätzliche Leistungen erbringt, die auch dem Arbeitgeber zugutekommen.

Mit gut aufgestelltem Personalschlüssel durch die Krise

Diese Maßnahmen und die gute personelle Aufstellung haben den St. Gereon Seniorendiensten auch geholfen, verhältnismäßig gut durch die Corona-Krise zu kommen. „Wer sowieso nicht gerne zur Arbeit geht, nutzt jede Chance, nicht zu kommen“, sagt Manuela Garbrecht. „Wir haben im letzten Jahr aber keinen erhöhten Krankheitsstand verzeichnen müssen, obwohl die Beschäftigten gerade am Anfang nach Möglichkeit zu Hause geblieben sind – auch um möglichst wenig Fluktuation im Unternehmen zu haben. Weil wir mit einer positiven Haltung und viel Flexibilität in diese Krise gegangen sind, hat sie uns nicht so zugesetzt wie vielleicht anderen Unternehmen.“ 

Weitere

Informationen

Mehr dazu auf

familie@beruf.nrw.de

Links

ZUM THEMA

Downloads

zum Thema

KEINE ERGEBNISSE

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter von Chancen durch Vereinbarkeit. So erhalten Sie regelmäßig Informationen und Veranstaltungshinweise zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Den Newsletter können Sie jederzeit abbestellen.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30