Rechte und Pflichten im Homeoffice

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 2. Februar 2021
Frau sitzt am Schreibtisch, auf dem zwei Bildschirme stehen, einer mit einer Tabelle, einer mit einer Videokonferenz, und tippt auf der Tastatur

Rechte und Pflichten im Homeoffice – Was gilt es jetzt zu beachten?

Wo es möglich ist, soll die Arbeit von Zuhause in der Pandemie zum Alltag werden. Homeoffice oder mobiles Arbeiten helfen in vielen Betrieben dabei, die Kontakte am Arbeitsplatz und auf dem Weg dorthin zu reduzieren. Dafür sorgt jetzt auch eine neue Arbeitsschutzverordnung. Viele Arbeitgeber und Beschäftigte fragen sich nun, welche Verpflichtungen und Rechte diese Verordnung mit sich bringt.

 

Homeoffice überall da, wo es möglich ist

Homeoffice hilft in der Corona-Pandemie, das Ansteckungsrisiko am Arbeitsplatz und auf dem Weg dorthin zu vermeiden. Damit möglichst viele Beschäftigte auf diesem Wege ihre Kontakte reduzieren können, gilt seit dem 27. Januar 2020 eine neue Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Sie ist zunächst befristet bis zum 15. März 2021. Die Verordnung verpflichtet Arbeitgeber dazu, den Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice anzubieten. Die notwendige Voraussetzung: Die Tätigkeiten der Beschäftigten müssen dazu geeignet sein. Homeoffice kann also nur verweigert werden, wenn zwingende betriebsbedingte Gründe dagegen sprechen. Die Entscheidung über die Eignung der Tätigkeiten liegt in dieser Frage beim Arbeitgeber.

Beschäftigte müssen zustimmen

Auch wenn die Arbeit von Zuhause laut der neuen Arbeitsschutzverordnung ermöglicht werden muss, sind Beschäftigte nicht dazu verpflichtet, dieses Angebot auch wahrzunehmen. Hier gilt weiterhin: Eine Abweichung vom vertraglich festgelegten Arbeitsort ist zustimmungspflichtig. Arbeitgeber und Beschäftigte müssen sich also auf eine arbeitsvertragliche Regelung einigen, damit die beruflichen Aufgaben auch vom heimischen Schreibtisch aus erfüllt werden können. Wer in den eigenen vier Wänden nicht arbeiten möchte, zum Beispiel weil die eigene Wohnung nicht den notwendigen Platz dafür bietet, kann dazu nicht einfach verpflichtet werden. Im Grundgesetz ist die Unverletzlichkeit der Wohnung festgeschrieben, ohne Vereinbarung darf der Arbeitgeber also keinen Einfluss auf die Wohnung seiner Beschäftigten nehmen. 

Keine Einigkeit über Homeoffice-Option?

Wenn Arbeitgeber einer Arbeit im Homeoffice nicht zustimmen, obwohl Beschäftigte die Möglichkeit sehen, ihre Tätigkeiten von Zuhause aus zu erfüllen, sollten beide Seiten unbedingt den Dialog miteinander suchen. Beschäftigte können ihr Anliegen auch mit betrieblichen Interessenvertretungen wie Personal- oder Betriebsräten besprechen oder Kontakt zu den Arbeitsschutzbehörden aufnehmen. Diese können im Zweifelsfall vom Arbeitgeber eine Begründung für eine Verweigerung der Homeoffice-Option einfordern.

Für weitere Fragen zum Thema Rechte und Pflichten im Homeoffice hat das Bundesarbeitsministerium ein detailliertes FAQ zusammengestellt.

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familie@beruf.nrw.de

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