Netzwerk „Beruf und Pflege/Betreuung“

Ziel unserer Unternehmenskultur

Netzwerk zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
Ziel des Projekts ist der Aufbau eines Netzwerks „Beruf und Pflege/Betreuung“ zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Verantwortung für Betreuung und Pflege von älteren, behinderten oder kranken Angehörigen. Innerhalb dieses effizient und effektiv funktionierenden Netzwerks sollen bezahlbare Angebote zur Unterstützung betreuender und pflegender Erwerbstätiger durch Fachkräfte, Hilfskräfte und Ehrenamtliche entwickelt und implementiert werden, und zwar entsprechend dem Bedarf und den Bedürfnissen der hilfebedürftigen Angehörigen. Das Projekt lässt gemeinnützige und kommerzielle Einrichtungen kooperieren, bindet Wirtschaftsverbände ein, fördert die Ehrenamtskultur und forciert eine familienfreundliche Stadtentwicklung. Der Ansatz ist ein betrieblicher, indem Arbeitgeber und Arbeitnehmer direkt angesprochen werden. Darüber hinaus werden neue Beratungs- und Entlastungsangebote für die betreuenden und pflegenden Beschäftigten entwickelt, wie präventive Beratung, Notfallhilfe, Fall-Management und Schulungsangebote.

Unsere Maßnahmen und Erfahrungen

Pflege und Betreuung älterer Angehöriger immer noch Tabuthema
Bedingt durch die demografische Entwicklung wird in den nächsten Jahren die Thematik der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und der Übernahme von Betreuungs-und Pflegeaufgaben speziell älterer Angehöriger an Brisanz stark zunehmen. Umfragen in Unternehmen zeigen, dass große Teile der Beschäftigten damit rechnen, sich in den nächsten zwei bis fünf Jahren verstärkt um Eltern oder Schwiegereltern kümmern zu müssen. Die Tabuisierung des Themas ist darauf zurückzuführen, dass die Übergänge von anfänglicher Hilfestellung im Alltag zur Versorgung und Pflege der Angehörigen fließend sein können, so dass die Doppelbelastung zunächst gar nicht erkannt wird. Außerdem tritt Betreuungs- und Pflegebedarf nach Krankheit oder Unfall oft akut auf und eine Vorbereitung auf die Situation ist nicht möglich. Der vom Gesetzgeber eingeführte Rechtsanspruch auf einen sechsmonatigen, unbezahlten Pflegeurlaub ist positiv zu bewerten, bringt allerdings Kapazitätsprobleme in den Unternehmen und finanzielle Einbußen für die Arbeitnehmer mit sich, die viele nicht tragen können. Auch in Wermelskirchen muss das Bewusstsein für die Thematik in Unternehmen erst noch geschaffen werden. Zwar gibt es ein Grundangebot an Versorgung und Beratung, allerdings ist dieses nicht hinreichend bekannt und kann dem wachsenden Bedarf nicht gerecht werden.

Informationen zum Angebot


Projektträger:
Diakoniestation Wermelskirchen gemeinnützige GmbH
Familienfreundliche Maßnahmen:
Familienunterstützende Dienstleistungen, Beratungs- und Austauschangebote für Betriebe und/oder Beschäftigte, Sonstige Maßnahmen
Stand der Umsetzung:
dauerhaft
Standort/Region:
Rheinisch-Bergischer Kreis
Organisationsform/Branche:
Unternehmen
Zahl der Beschäftigten:
Keine Angabe

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