NRW-Staatssekretär Andreas Bothe beim sipgate Business Talk: „Austausch ist notwendig.“

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 16. September 2019
Staatsminister Andreas Bothe auf dem Podium mit den anderen Gesprächspartnern

NRW-Staatssekretär Andreas Bothe beim sipgate Business Talk: „Austausch ist notwendig.“

Am 09. September 2019 sprach NRW-Staatssekretär Andreas Bothe im Düsseldorfer Unternehmen sipgate mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Vor- und Nachteile flexiblen Arbeitens und die Umsetzbarkeit familienfreundlicher Maßnahmen in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Deutlich wurde: Vereinbarkeitslösungen müssen zum Unternehmen passen – den einen goldenen Weg gibt es nicht.

 

„Ein kontinuierlicher Austausch zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Politik ist notwendig, um beim Thema Vereinbarkeit voneinander zu lernen“, betonte NRW-Staatssekretär Andreas Bothe beim Business Talk der sipgate GmbH in Düsseldorf. Neben Bothe sprachen auf dem Podium Sigurd Jaiser und Axel Topeters von sipgate sowie Christian Klemm, geschäftsführender Gesellschafter der Niepmann GmbH, darüber, wie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) die Vereinbarkeit von Familie und Beruf konkret umsetzen können. Für den wissenschaftlichen Kontext sorgte Daniela Grunow, Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt.

Arbeitszeitmodelle müssen zum Unternehmen passen

Beim Gastgeber sipgate, einem Anbieter für Internet-Telefonie mit rund 170 Beschäftigten, ist Homeoffice – entgegen dem Trend – nicht üblich: „Bei uns gilt: Wenn ich hier arbeite, dann arbeite ich auch nur hier. So haben alle zu Hause auch wirklich Zeit für ihre Familien und ihr Privatleben,“ erläuterte Sigurd Jaiser die Arbeitskultur seines Arbeitgebers. Mehr noch: Eine Stechuhr verhindert bei sipgate Überstunden. Mit solchen Maßnahmen schwimmt das Unternehmen gegen den Strom und grenzt sich von flexiblen Arbeitszeitmodellen ab, die mobiles Arbeiten von zu Hause beinhalten. Dass diese bei Unternehmen immer beliebter werden, beschrieb Daniela Grunow: „Als Maßnahmen für mehr Vereinbarkeit setzen Unternehmen verstärkt auf flexible Arbeitszeitmodelle inklusive Homeoffice, die Unterstützung von Beschäftigten während der Elternzeit und Angebote zur Kinderbetreuung.“

Die Kinderbetreuung in den Schulferien gewährleistet sipgate mit einem betriebsinternen „Mini-Club“, in den Eltern Ihre Kinder ab dem dritten Lebensjahr bringen können. So haben sie während der Ferienzeit keinen Engpass bei der Kinderbetreuung und können ganz normal arbeiten gehen. „Wichtig ist, dass man bei solchen Maßnahmen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigt, die keine Kinder haben. Wir sind alle in ständigem Austausch und haben zum Beispiel die Bobby Cars mit Flüsterreifen ausgestattet“, so Axel Topeters, Mitbegründer des Mini-Clubs.

Auch Christian Klemm, Geschäftsführer der Niepmann GmbH, einem kleinen Handwerksbetrieb mit rund 20 Angestellten, ist in ständigem Austausch mit seinen Beschäftigten. Maßnahmen wie Homeoffice sind in seinem Betrieb einfach nicht möglich. Klemm versucht seinen Angestellten dafür anderweitig entgegenzukommen: „Ich stimme die Arbeits- und Notdienst-Zeiten mit meinem Team flexibel ab und stelle meinen Beschäftigten für den 24-Stunden-Notdienst einen Dreisitzer zur Verfügung. Dadurch können sie dann sowohl Frau als auch Kind zu privaten Terminen mitnehmen und sind gleichzeitig flexibel, wenn es zu einem Einsatz kommt.“ Staatssekretär Bothe resümiert: „Das Bewusstsein für Vereinbarkeit ist bei den kleinen Unternehmen angekommen und sie können viel voneinander lernen.“

Vereinbarkeit braucht Vorbilder

Dass es die kleinen Betriebe in punkto Vereinbarkeit sogar leichter haben können als die großen, bestätigt Daniela Grunow: „Bei kleinen Unternehmen ist es einfacher als bei großen Unternehmen, die bestehenden Strukturen anzupassen und zu ändern. Sie sind viel flexibler und haben meist weniger starre Hierarchien.“

Konsens herrschte zudem darüber, dass Vereinbarkeit stets gute Vorbilder braucht. Staatssekretär Bothe wies darauf hin, dass dabei insbesondere den Vorgesetzten eine wichtige Rolle zukomme: „Wenn Vorgesetzte Vereinbarkeit vorleben und beispielsweise in Elternzeit gehen, prägen sie so eine familienfreundliche Unternehmenskultur.“ 

Die anschließende Diskussion mit dem Publikum zeigte, dass beim Thema Vereinbarkeit großes Interesse an kreativen Ansätzen und guten Vorbildern besteht und insbesondere auch Vätern das Thema immer wichtiger wird. Mit einem informellen Austausch ging der Business Talk zu Ende. 

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