Corona – aktuelle Informationen für Arbeitgeber und Eltern

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 19. Januar 2021
Übersicht von oben: Mutter sitzt mit zwei Teenagern am Tisch, alle arbeiten bzw. machen Schulaufgaben

Corona – aktuelle Informationen für Arbeitgeber und Eltern

Auf ergänzende Lohnersatzleistungen für Eltern, die ihre Kinder während der Pandemie zu Hause betreuen und nicht arbeiten können, haben sich Bund und Länder verständigt. Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen ergänzt die Regelungen um Entschädigungsmöglichkeiten für nicht gesetzlich Versicherte.

 

Üblicherweise soll das Kinderkrankengeld berufstätigen Eltern ermöglichen, Lohnausfälle auszugleichen, die durch die Betreuung eines erkrankten Kindes entstehen. Für das Jahr 2021 wird diese Leistung nun ausgeweitet:

Der Anspruch gilt ausdrücklich auch für die Fälle, in denen das Kind nicht krank ist, aber zu Hause betreut werden muss, weil das Kindertagesbetreuungsangebot (Kindertageseinrichtung, Hort oder Kindertagespflegestelle) geschlossen oder der Zugang eingeschränkt ist. Außerdem haben Eltern Anspruch auf das Kinderkrankengeld, wenn das Kind aufgrund einer behördlichen Empfehlung das Kinderbetreuungsangebot nicht besucht. Damit Familien nicht über einen längeren Zeitraum Homeoffice und Betreuung bzw. Homeschooling gleichzeitig bewältigen müssen, haben auch die Eltern, deren Erwerbstätigkeit Homeoffice zulässt, einen Anspruch auf das Kinderkrankengeld. Die hierzu notwendige Gesetzesänderung des § 45 SGB V ist bereits eingeleitet, Bundesrat und Bundestag haben zugestimmt.

Die neue Regelung sieht vor, dass gesetzlich versicherte Eltern im Jahr 2021 pro Kind und Elternteil für 30 statt 10 Arbeitstage einen Anspruch auf Krankengeld haben. Für Alleinerziehende sind es 60 statt 20 Arbeitstage. Bei mehreren Kindern hat jedes Elternteil insgesamt einen Anspruch auf maximal 65 Arbeitstage bzw. Alleinerziehende auf maximal 130 Arbeitstage. 

Der Anspruch gilt ausdrücklich auch für die Fälle, in denen das Kind nicht krank ist, aber zu Hause betreut werden muss, weil das Kindertagesbetreuungsangebot (Kindertageseinrichtung, Hort oder Kindertagespflegestelle) geschlossen oder der Zugang eingeschränkt ist, oder weil das Kind aufgrund einer behördlichen Empfehlung (wie beispielsweise dem in Nordrhein-Westfalen ausgesprochenen dringenden Appell) das Kindertagesbetreuungsangebot nicht besucht. Damit Familien nicht über einen längeren Zeitraum Homeoffice und Betreuung bzw. Homeschooling gleichzeitig bewältigen müssen, haben auch die Eltern, deren Erwerbstätigkeit Homeoffice zulässt, einen Anspruch auf das Kinderkrankengeld.

Gesetzlich krankenversicherte Eltern beantragen das Kinderkrankengeld bei ihrer Krankenkasse. Die gesetzlichen Krankenkassen stellen entsprechende Antragsformulare zur Verfügung. Das Vorliegen einer Einschränkung oder einer behördlichen Empfehlung, vom Besuch des Kindertagesbetreuungsangebotes abzusehen, ist der Krankenkasse auf geeignete Weise nachzuweisen.

Darüber hinaus kann die gesetzliche Krankenkasse die Vorlage einer Bescheinigung der Einrichtung oder Kindertagespflegestelle verlangen, dass das Kind die jeweilige Kindertageseinrichtung bzw. Kindertagespflegestelle tatsächlich nicht besucht (hat). Für den Fall, dass ein Nachweis verlangt wird, kann – soweit von den Krankenkassen nicht eigene Bescheinigungsformulare zur Verfügung gestellt werden – von den Eltern die beigefügte Musterbescheinigung genutzt werden. Sie steht beim BMFSFJ auch als Download zur Verfügung.

Die Landesregierung legt zudem ein eigenes Landesprogramm auf, damit auch Eltern, die einer Erwerbstätigkeit als Selbstständige oder Freiberufler nachgehen, einen Anspruch auf Betreuungstage erhalten. Die Regelungen gelten auch dann, wenn die Einrichtungen der Kindertagesbetreuung geöffnet sind, aber an die Eltern appelliert wird, die Kinder nicht betreuen zu lassen.

Für das Betreuungsentschädigungsprogramm des Landes für Selbständige und Freiberufler sind insgesamt 9 Millionen Euro aus Mitteln des Corona-Rettungsschirms vorgesehen. Die Betreuungsentschädigung unterstützt erwerbstätige Eltern mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen, die ihr Kind pandemiebedingt zu Hause betreuen, jedoch kein Kinderkrankengeld nach § 45 Sozialgesetzbuch V oder vergleichbare Leistungen erhalten und die auch keinen Sonderurlaub nach beamtenrechtlichen Vorschriften nehmen können. Auch gesetzlich Versicherte, deren Kinder privat versichert sind, können die Leistung erhalten. 

Beantragt werden können bis zu 10 Tage Verdienstausfallsentschädigung pro Kind und Elternteil (bei Alleinerziehenden 20 Tage). Insgesamt werden je Elternteil bis zu 20 Betreuungstage (Alleinerziehenden bis zu 40 Betreuungstage) gewährt. Der Tagessatz orientiert sich an den Entschädigungen nach Infektionsschutzgesetz und beträgt pauschal 92 Euro. Anträge können ab Februar 2021 bei den Bezirksregierungen gestellt werden Die Regelung gilt ebenfalls rückwirkend ab 5. Januar.

Anträge können bei den Bezirksregierungen gestellt werden.

Hier geht es zu den FAQ

Offizielle Informationen zum Kinderkrankengeld und zur Betreuungsentschädigung für Eltern, deren Kinder in Kindertageseinrichtungen betreut werden:

 

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Informationen

Mehr dazu auf

familie@beruf.nrw.de

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