Generation Z wünscht sich Flexibilität und Grenzen

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 18. September 2019
Junge Erwachsene sitzen redend und lachend um einen Tisch herum

Generation Z wünscht sich Flexibilität und Grenzen

Klare Rahmenbedingungen, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zur Karriere in Teilzeit – das wünscht sich die „Generation Z“ für ihre künftigen Jobs. Eine aktuelle Studie hat nun erstmals die Erwartungen der jungen Menschen an die zukünftige Arbeitswelt näher unter die Lupe genommen.

 

Passende Fach- und Nachwuchskräfte zu finden ist für viele kleine und mittelständische Unternehmen eine Herausforderung. Die Konkurrenz ist groß und die Beschäftigten von morgen haben sehr genaue Vorstellungen von ihrem Arbeitsplatz – insbesondere beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das zeigt die Vorstudie „Zukünftige Arbeitswelt der Generation Z – und die Rolle der Vereinbarkeit“, die die Hochschule Campus M21 auf Initiative der berufundfamilie Service GmbH im Jahr 2018 durchgeführt hat. Im Fokus standen folgende Fragestellungen: Was wünscht sich die Generation Z von zukünftigen Arbeitgebern? Welche Bedeutung hat die Vereinbarkeit von Privatleben, Familie und Beruf für sie? Und mit welchen Maßnahmen können Arbeitgeber die jungen Nachwuchskräfte langfristig an das Unternehmen binden? 

Zur Generation Z – den sogenannten „Digital Natives“ – gehören Personen, die im Zeitraum von 1995 bis einschließlich 2010 geboren wurden. Im Fokus der Studie stehen die Jahrgänge von 1996 bis 1998, die in absehbarer Zeit ins Berufsleben einsteigen. Untersucht wurden acht personalpolitische Handlungsfelder: Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Information und Kommunikation, Führung Personalentwicklung, finanzielle Leistungen sowie Serviceleistungen. In insgesamt 42 Tiefeninterviews und einer anschließenden Online-Befragung von 177 Studierenden im Alter zwischen 18 und 22 Jahren hat sich gezeigt: Die Generation Z hat aus den Fehlern ihrer Vorgängergenerationen gelernt. Sie ist leistungsbereit, möchte dabei aber nicht der Gefahr der Entgrenzung und des Überarbeitens erliegen. Familienbewusstsein stellt für sie daher ein zentrales Entscheidungskriterium bei der Arbeitgeberwahl dar.

Vereinbarkeit wichtiger als Gehalt

In Vorstellungsgesprächen ist es vielen wichtiger, über Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verhandeln als über das Gehalt. Über 80 Prozent der jungen Befragten bezeichnen sich selbst als „Familienmensch“. Die Vereinbarkeit von Freizeit, Familie und Beruf ist den zukünftigen Beschäftigten besonders wichtig: Rund 73 Prozent legen bei der Jobsuche großen Wert auf familienfreundliche Personalmaßnahmen. Besonders wichtig ist ihnen die Möglichkeit von Vollzeit auf Teilzeit wechseln zu können. Als häufigste Gründe für diesen Wunsch nennen sie Kinderbetreuung (71 Prozent Zustimmung) und die Pflege von Angehörigen (79 Prozent Zustimmung). Immerhin ein Drittel der Befragten würde es jedoch auch in Betracht ziehen, für mehr Freizeit von Vollzeit in Teilzeit zu wechseln.

Flexibilität mit Grenzen

Angehörige der Generation Z streben danach, ihre Arbeitswelt individuell zu optimieren und schauen deshalb genau auf die familien- und lebensphasenbewussten Angebote der Arbeitgeber. So spielt das Thema Homeoffice eine große Rolle: 60 Prozent der Befragten wünschen sich die Möglichkeit, von zu Hause aus arbeiten zu können. Neben dem Arbeitsort wollen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie auch ihre Arbeitszeit flexibel gestalten. Diese Flexibilität sollte jedoch nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen und sich daher in einem festen Rahmen bewegen. Für viele stellt Vertrauensarbeitszeit eine attraktive Option dar, allerdings nur, wenn die geleistete Arbeitszeit in einem internen System vermerkt wird. Eine feste Arbeitszeit pro Tag lehnt die Generation Z ab, trotzdem bevorzugt sie es, eine gewisse Stundenanzahl über die Woche verteilt abzuarbeiten. 

Familienbewusste KMUs sind gefragt

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Unternehmen, die mit ihrer Personalpolitik die Vereinbarkeit von Freizeit, Familie und Beruf ermöglichen, stehen beim Fachkräftenachwuchs hoch im Kurs. Wer junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sich gewinnen und längerfristig ans Unternehmen binden will, ist gut beraten, dies zu berücksichtigen und ihnen individuelle Entfaltungsmöglichkeiten in einem Rahmen klar geregelter Flexibilität zu ermöglichen.

Dabei haben kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) einen ganz entscheidenden Vorteil, denn: Die Hälfte der Befragten wünscht sich, in einem solchen Betrieb zu arbeiten, zu Großunternehmen zieht es nur etwa ein Viertel.

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familie@beruf.nrw.de

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