Flexibilität des Arbeitsortes

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 29. November 2018

Flexibilität des Arbeitsortes

Home-Office und mobiles Arbeiten

Eine Flexibilisierung des Arbeitsortes macht es Beschäftigten einfacher, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei unterstützen können und welche Methoden sich hier besonders bewährt haben, erfahren Sie hier.

 

Die Digitalisierung hat die Arbeitswelt stark verändert und ermöglicht es vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ihrer Arbeit von unterschiedlichen Orten aus nachzugehen. Mit dieser Flexibilisierung des Arbeitsortes können Arbeitgeber ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen. Allerdings ist zu beachten, dass sich dieses Modell nicht in allen Berufsfeldern gleichermaßen umsetzen lässt. In der Industrie oder bei Produktionsvorgängen geht es oft nicht ohne Präsenzzeiten. Betriebe dieser Branchen können prüfen, ob es ihnen möglich ist, ihren Beschäftigten in punkto Vereinbarkeit anderweitig entgegenzukommen. Hier wären Modelle zur Flexibilisierung der Arbeitszeit denkbar. Grundsätzlich muss jedes Unternehmen das für sich und seine Beschäftigten individuell passende Modell finden. 
 
Dort, wo eine Flexibilisierung des Arbeitsortes möglich ist, bringt sie große Vorteile für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit sich. 

Vorteile eines flexiblen Arbeitsortes: Zeitersparnis und Ergebnisverbesserung

In erster Linie führt ein flexibler Arbeitsort zu einer Zeitersparnis für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Fahrt- und Pendelzeiten entfallen oder können produktiv genutzt werden. Außerdem erhalten Beschäftigte mehr Spielraum in der Gestaltung ihrer Arbeitsorganisation. Familienaufgaben wie beispielsweise die Kinderbetreuung können leichter organisiert und dem individuellen Tagesablauf angepasst werden. Das kann zu qualitativ hochwertigeren Arbeitsergebnissen führen.

Chancen der Digitalisierung nutzen

Die Digitalisierung eröffnet viele Möglichkeiten für eine flexible Gestaltung des Arbeitsortes und der Arbeitszeit. Mobile Endgeräte und Laptops sind in großen Teilen der Arbeitswelt weit verbreitet. Cloud-basierte Arbeitsprozesse ermöglichen Beschäftigten von nahezu überall ein Zugreifen auf relevante Daten und Inhalte.
Vor diesem Hintergrund haben sich folgende zwei Modelle als die bewährtesten Möglichkeiten einer flexiblen Arbeitsortgestaltung durchgesetzt:

Home-Office

Beim Home-Office erledigen die Beschäftigten ihre Arbeit von zu Hause aus. 
Hierbei müssen ein ruhiges Umfeld, das konzentriertes Arbeiten ermöglicht, sowie die technischen Voraussetzungen zur Bearbeitung und elektronischen Übermittlung von Arbeitsergebnissen gewährleistet sein. Meist stellt hier der Arbeitgeber einen Laptop und gegebenenfalls ein Firmenhandy. Home-Office ist das verbreitetste Modell der Arbeitsort- und auch Arbeitszeitflexibilisierung. Oft verständigen sich Beschäftigte mit ihren Arbeitgebern dafür auf einen festen Tag in der Woche. Vier von zehn Unternehmen in Deutschland bieten nach eigenen Angaben Home-Office-Angebote für ihre Beschäftigten an. 

Mobiles Arbeiten

Beim mobilen Arbeiten haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihrer Tätigkeit von unterwegs aus nachzugehen, etwa auf Geschäftsreisen, beim Pendeln oder beim Kunden vor Ort. Auch hier müssen die gleichen technischen Voraussetzungen wie beim Home-Office gegeben sein und der gewählte Arbeitsplatz ein konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten ermöglichen. Außerdem sollten sich Unternehmen und Beschäftigte über die Details des mobilen Arbeitens verständigen. Eine klare Regelung zum Punkt Erreichbarkeit etwa verhindert, dass sich Beschäftigte durch ein Gefühl ständiger Erreichbarkeit gestresst fühlen.

​Transparente Kommunikation und Vertrauen sind essentiell

Unternehmen, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Flexibilisierung des Arbeitsortes grundsätzlich ermöglichen, sollten dies der ganzen Belegschaft transparent kommunizieren – ebenso wie die Prämisse, dass ein flexibler Arbeitsort die gleiche Form von Erreichbarkeit und Gewissenhaftigkeit bei der Arbeit voraussetzt, wie die Präsenzarbeit. So fühlt sich niemand ausgeschlossen oder benachteiligt. Wenn dann noch ein regelmäßiger Austausch und ein gemeinsames Bewerten der Arbeitsprozesse stattfindet, sind Home-Office und mobiles Arbeiten eine Win-win-Situation für Unternehmen und Beschäftigte zugleich.
 
Sie brauchen Unterstützung bei der Frage, ob dieses Modell für Sie und Ihre Beschäftigten geeignet ist? Im Praxisleitfaden Familiengerechte Personalpolitik" finden Sie eine hilfreiche Checkliste, die Ihnen die Einschätzung erleichtert. 

Mehr dazu auf

familie@beruf.nrw.de

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