Familienfreundlichkeit und Recruiting – Studie zur Unternehmensattraktivität

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 21. Januar 2022
Frau in schwarzem Kostüm und weißer Bluse streckt Hand der Kamera entgegen

Familienfreundlichkeit und Recruiting – Studie zur Unternehmensattraktivität

Wie hoch ist der Einfluss der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf die Unternehmensattraktivität? Welchen Stellenwert besitzt die Vereinbarkeit in Bezug zu anderen Personalmarketinginstrumenten? In einer umfangreichen Studie ist die Wirtschaftswissenschaftlerin Anja Quednau im Jahr 2019 diesen Fragen nachgegangen. Hier sind ihre Ergebnisse.

 

Das Hauptinteresse der Studie gilt den ersten Stufen eines Bewerbungsprozesses, in denen es vor allem auf die Unternehmensattraktivität ankommt. Sie ist Voraussetzung für das Interesse einer Bewerberin oder eines Bewerbers an einem Unternehmen. Naheliegende erste Erkenntnis: Familienfreundlichkeit erhöht die Attraktivität eines Unternehmens als Arbeitgebender und erweist sich als Vorteil im vielzitierten „War for Talents“ in Zeiten des Fachkräftemangels.

Dies gilt allerdings nicht nur für Bewerberinnen und Bewerber mit Familie. Familienfreundlichkeit wird generell – also auch von Bewerberinnen und Bewerbern ohne Kinder – als positives Signal gewertet. Sie steht für eine allgemeine Orientierung des Unternehmens an den Bedürfnissen der Beschäftigten und für soziale Werte des Unternehmens. Bewerbende gehen tendenziell davon aus, dass familienfreundliche Unternehmen den Mitarbeitenden vielfältige Unterstützung in verschiedenen Situationen anbieten und soziale Werte hochhalten. Damit können sich viele potentielle Mitarbeitende indentifizieren.

Vereinbarkeit als Indikator

Laut Studie geht diese Einschätzung oder Projektion noch einen Schritt weiter: Von sichtbaren Eigenschaften, wie zum Beispiel der Familienfreundlichkeit, schließen Bewerberinnen und Bewerber auch auf ihnen noch unbekannte Merkmale, um sich ein Bild des Unternehmens zu machen. 

Bleibt die Frage nach dem Stellenwert von Familienfreundlichkeit im Vergleich zu anderen Personalmarketinginstrumenten. Die Studie hat bestätigt, dass für die Mehrheit der Bewerbenden herkömmliche Kriterien wie zum Beispiel das Gehalt, der Unternehmensstandort und die Arbeitsplatzsicherheit an erster Stelle stehen. Doch die Familienfreundlichkeit folgt dicht auf, noch vor Aufstiegsmöglichkeiten oder der Art der beruflichen Aufgaben.

Vereinbarkeit zahlt sich aus

Nicht zuletzt lohnt sich die Investition in Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit auch wirtschaftlich. Im Vergleich zu einem familienfreundlichen Unternehmen muss laut Studie ein weniger familienfreundliches Unternehmen ein um fast 13 Prozent höheres Jahresgehalt anbieten, um aus Sicht potentieller Bewerberinnen und Bewerber diesen Nachteil auszugleichen. Für familienfreundliche Unternehmen verringern sich zugleich die Kosten für langwierige Suchen und Rekrutierung. Wer über die Renditepotenziale von familienfreundlichen Maßnahmen noch mehr wissen will: Darüber informiert ausführlich eine Studie des Bundesfamilienministeriums.

Weitere

Informationen

Mehr dazu auf

familie@beruf.nrw.de

Links

ZUM THEMA

Downloads

zum Thema

KEINE ERGEBNISSE

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter von Chancen durch Vereinbarkeit. So erhalten Sie regelmäßig Informationen und Veranstaltungshinweise zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Den Newsletter können Sie jederzeit abbestellen.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
 
 
 
 
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31