Drei Fragen an Sylvie Nicol

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 30. September 2019
Sylvie Nicol im Gespräch

Drei Fragen an Sylvie Nicol

Sylvie Nicol ist Mitglied des Vorstands von Henkel und zuständig für Personal sowie Infrastructure Services. Als Regionalbotschafterin des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ des Bundesfamilienministeriums ist sie Ansprechpartnerin für Unternehmen in NRW zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Im Interview spricht sie über ihre Rolle als Regionalbotschafterin und die Bedeutung einer familienfreundlichen Unternehmenskultur für kleine und mittelständische Unternehmen.

 

Welche Aufgaben haben Sie als Regionalbotschafterin des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“?

Als Regionalbotschafterin stehe ich für Vielfalt, Toleranz und eine familienbewusste Unternehmenskultur in NRW ein. Diese Themen stehen ganz oben auf meiner Agenda und sind auch ein wichtiger Teil der Unternehmensstrategie von Henkel. Mir geht es dabei jedoch nicht nur um eine Veränderung bei Henkel – diese wichtigen Themen gehören allgemein auf unsere gesellschaftspolitische Agenda. Deshalb engagiere ich mich als Regionalbotschafterin für das Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“. Das heißt konkret, dass ich als Ansprechpartnerin für andere Unternehmen und Organisationen zur Verfügung stehe, Erfahrungen teile und gemeinsam mit Unternehmerinnen und Unternehmern Ideen und Projekte entwickle. Dabei ist mir auch der Austausch mit der Politik wichtig.  

Welche Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet Henkel seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an und inwiefern konnten Sie bereits persönlich von diesen profitieren?

Entscheidend ist zum einen die richtige „Infrastruktur“ – flexible Arbeitsmodelle, betriebliche Kindertagesstätten, Elternnetzwerke oder die Unterstützung durch unsere sozialen Dienste, etwa bei Fragen zur Pflege von Angehörigen, um nur einige Beispiele zu nennen. Doch noch wichtiger ist die richtige Kultur. Eine Arbeits- und Führungskultur, die auf Vielfalt und Wertschätzung setzt und in der Anwesenheit nicht mit Leistung verwechselt wird. 
Auch ich habe von dieser familienfreundlichen Kultur bei Henkel profitiert. Meine Kolleginnen und Kollegen und vor allem meine Vorgesetzten haben mich immer unterstützt. Denn machen wir uns nichts vor: Kinder großzuziehen und gleichzeitig eine ambitionierte Karriere zu verfolgen, das ist nicht einfach. Dazu benötigt man Rückendeckung – nicht nur privat, sondern auch durch den Arbeitgeber. Henkel ist flexibel auf meine familiäre Situation eingegangen. Ich habe meine Vorstellungen und Ziele aber auch immer klar kommuniziert. Als meine Kinder noch klein waren, kam mir sicher auch zugute, dass es in meiner Heimat Frankreich viel selbstverständlicher ist, nach der Geburt schnell wieder in den Beruf einzusteigen, als hier in Deutschland. Das ist eine Kulturfrage. 

Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen stellt der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel vor Herausforderungen. Denken Sie, dass sich diese Unternehmen durch gute Vereinbarkeitslösungen auf dem Markt besser behaupten können? Was würden Sie ihnen raten? 

Ich bin fest davon überzeugt, dass eine diverse und inklusive Unternehmenskultur, die es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erlaubt, ihr Privatleben gut mit dem Beruf zu  ereinbaren, zunehmend wichtiger wird, um die besten Köpfe zu gewinnen und zu halten. Ganz abgesehen davon, dass ein vielfältiges Team auch ein wesentlicher Faktor für den unternehmerischen Erfolg ist. Kleinere Unternehmen haben natürlich nicht die gleichen Möglichkeiten – zum Beispiel eigene Betriebskitas zu betreiben. Doch zum Glück tut sich hier viel auf staatlicher Seite. Unabhängig von solchen Einrichtungen ist die Unternehmenskultur in meinen Augen keine Frage der Unternehmensgröße. 

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familie@beruf.nrw.de

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