Damit der Wiedereinstieg gelingt: Was können Unternehmen tun?

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 24. September 2021
Zwei Frauen sitzen am Tisch vor einem Laptop und unterhalten sich

Damit der Wiedereinstieg gelingt: Was können Unternehmen tun?

Wer nach einer Auszeit wieder in das Arbeitsleben zurückkehrt, steht vor einigen Herausforderungen: Die Anforderungen an die eigene Arbeit haben sich geändert, das Unternehmen hat sich weiterentwickelt und neue Tools kommen im Arbeitsalltag zum Einsatz. Wie können Unternehmen den Wiedereinstig gut begleiten?

 

Eine Elternzeit, ein Gap Year zum Reisen oder eine längerfristige Krankheit – es gibt zahlreiche Gründe, das Berufsleben für einen gewissen Zeitraum zu unterbrechen. Im Anschluss haben die Wiedereinsteigerinnen und -einsteiger häufig – vor allem mit Blick auf die Vereinbarkeit von Privat- bzw. Familienleben und Beruf – neue Ansprüche an ihre Arbeit. Unternehmen sind im Wettkampf um Fachkräfte gut beraten, wenn sie diese Bedarfe ernst nehmen und wiedereinstiegsfreundliche Strukturen etablieren. Folgende Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle: 

  • Ansprache potenzieller Bewerberinnen und Bewerber: Der Aspekt der Kommunikation nach außen – zum Beispiel durch Stellenausschreibungen oder werbliche Maßnahmen – ist nicht zu unterschätzen. Fast jedes Unternehmen hat Mitarbeitende, die schon einmal in Elternzeit waren. Als Testimonials können sie signalisieren: Wir haben Erfahrung mit dem Thema Wiedereinstieg und sind bereit, uns darauf einzulassen.
  • Zeitliche Flexibilität ermöglichen: Wiedereinsteigerinnen und -einsteiger befinden sich meist in einer neuen Lebensphase und haben deswegen auch neue Bedarfe im Berufsleben. Ein wichtiger Faktor ist dabei die zeitliche Flexibilität. Außerdem können bestimmte Vergünstigungen die Attraktivität als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber gerade für diese Zielgruppe erhöhen. Gibt es zum Beispiel Möglichkeiten, Kinderbetreuung im Betrieb anzubieten? Oder könnte es sinnvoll sein, eine Hotline einzurichten, an die sich die Mitarbeitenden auch mit Fragen und Problemen unabhängig von der Arbeit wenden können?
  • Onboarding und fachliche Unterstützung: Die Zeit bleibt auch während einer Elternzeit oder einem Gap Year nicht stehen. Wer nach längerer Pause an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt, muss sich mit vielen Neuerungen befassen – von der möglicherweise weiterentwickelten Unternehmenskultur bis zu den neu eingeführten Computerprogrammen. Deswegen ist eine gute Einarbeitung nicht nur für neu eingestellte Mitarbeitende wichtig, sondern auch für die Rückkehrenden. Arbeitgebende und Angestellte sollten frühzeitig klären, was an Know-how noch vorhanden und wo Unterstützung gefragt ist –in Form von Schulungen zu fachlichen Aspekten genauso wie zu Arbeitsprozessen. Außerdem sollte der Arbeitgebende in regelmäßigen Abständen nachfragen, ob die Person zurechtkommt. Um auch auf menschlicher Ebene Anknüpfungspunkte zu schaffen, kann es sinnvoll sein, der Wiedereinsteigerin oder dem Wiedereinsteiger eine Patin oder einen Paten an die Seite zu stellen. Diese Person begleitet zu Beginn im beruflichen Alltag und kann noch einmal zusätzlich auf veränderte Strukturen hinweisen. 
  • Passende Unternehmenskultur schaffen: Häufig denken Unternehmen bei der Eingliederung aus der Perspektive der Wiedereinsteigerin oder des Wiedereinsteigers. Mindestens genauso wichtig ist es aber, alle Teamkolleginnen und -kollegen mitzunehmen. Zu überlegen ist zum Beispiel, welche Freiheiten und Unterstützungsmaßnahmen der Arbeitgebende auch ihnen anbieten kann, damit zum Beispiel kein Eindruck von Bevorzugung entsteht. Nur so kann gegenseitiges Verständnis geschaffen werden.
  • Vorbild sein: Ganz entscheidend für die Unternehmenskultur ist auch, was die Führungskräfte vorleben. Wenn sie ihre Kinder ab und zu mit zur Arbeit bringen, ist den Mitarbeitenden sofort klar, dass es in Ordnung ist, wenn sie das bei Bedarf ebenfalls machen. 

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