Familienminister Stamp beim 3M Business Talk: „Zeigen, was geht. Vereinbarkeit ist machbar.“

Gespeichert von FuB Chefredakteur am 4. Januar 2019

Familienminister Stamp beim 3M Business Talk: „Zeigen, was geht. Vereinbarkeit ist machbar.“ beim 3M Business Talk

Familienfreundlichkeit als Erfolgsfaktor

„Das Verständnis für Familienfreundlichkeit wächst“, betonte Familienminister Joachim Stamp am 17. Dezember 2018 beim Business Talk am 3M Standort Neuss. Auf dem Podium diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft über Chancen und Herausforderungen einer familienfreundlichen Personalpolitik. Besonders deutlich wurde: Väter wollen sich viel stärker in der Familienarbeit einbringen. Nun liegt es an den Unternehmen auch diesem veränderten Rollenverständnis Rechnung zu tragen, um qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen und zu halten.

 

„Der Business Talk ist für uns ein wichtiges Element, um vor Ort zu erfahren, was gebraucht wird“, betonte NRW-Familienminister Stamp beim Business Talk der 3M Deutschland GmbH. Das Unternehmen hatte in seine Hauptverwaltung nach Neuss zum Austausch eingeladen. Als Vertreter des Gastgebers saßen 3M-Personalchef Oliver Leick und 3M-Mitarbeiter Benjamin Korth zusammen mit Norbert Schalm, geschäftsführender Gesellschafter der Schalm GmbH, Anna Yonas Wildling von der Shoes GmbH und Christiane Flüter-Hoffmann vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln auf dem Podium.

Verändertes Rollenverständnis in den Unternehmen angekommen

„Nach der Geburt unserer Tochter habe ich zwei Monate Elternzeit genommen und danach ein Jahr in Teilzeit gearbeitet. Das war ohne Probleme möglich“, berichtete 3M-Mitarbeiter Benjamin Korth über seine Erfahrungen mit der Familienfreundlichkeit des Unternehmens. Seit ihrem ersten Lebensjahr besucht seine Tochter Luisa die 3M Minis, eine betriebseigene Betreuungseinrichtung für Kinder bis drei Jahre. Mit familienfreundlichen Maßnahmen wolle die 3M auch einem sich wandelnden Rollenverständnis gerecht werden, betonte Oliver Leick. Ganz wichtig dabei seien flexible Arbeitszeiten und eine lebendige Unternehmenskultur. 

Norbert Schalm, geschäftsführender Gesellschafter der Schalm GmbH in Mönchengladbach, erklärte, welche Maßnahmen auch kleinere Betriebe umsetzen können: „Manchmal überrede ich die jungen Männer regelrecht zur Elternzeit und sie kommen als glückliche Väter zurück. Eigentlich finden wir immer eine Lösung, wie zum Beispiel Belegplätze in der benachbarten Kita. Voraussetzung ist, dass man miteinander redet.“ Eine Kita brauchen die 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Anna Yonas Wildling Shoes GmbH in Gummersbach nicht. Denn ihr Direktvertrieb von Bio-Barfuß-Schuhen kommt ohne gemeinsame Büros aus. Alle arbeiten familienfreundlich im Homeoffice, ohne Arbeitszeitkontrolle. Die Geschäftsführerin wurde kürzlich mit dem Gründerpreis NRW ausgezeichnet. 

Neben den Stimmen aus der Praxis kam auch die Wissenschaft zu Wort. Christiane Flüter-Hoffmann, Senior Researcher und Projektleiterin am Institut der deutschen Wirtschaft Köln, bestätigte: „Unternehmen in Deutschland sind bei der Flexibilisierung der Arbeitszeit weit vorangekommen.“ Das erhöhe die Arbeitszufriedenheit und Loyalität der Mitarbeitenden.  

Konsens: Auf die Unternehmenskultur kommt es an

In der Diskussion herrschte Konsens darüber, dass Familienfreundlichkeit in der Kultur von Unternehmen verankert und praxisbezogen kommuniziert werden müsse. Es lohne sich für Führungskräfte, hierbei aktiv auf die Belegschaft zuzugehen, um gemeinsam passende Lösungen zu finden. Mit einem informellen Austausch ging der Business Talk zu Ende.

Ein Film sowie eine Bildergalerie zur Veranstaltung vermitteln Ihnen weitere Impressionen:

 

Video
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Kurzfilm zum Business Talk bei 3M Deutschland GmbH Am 17. Dezember 2018 standen „Chancen durch Vereinbarkeit“ beim 3M Business Talk in Neuss auf dem Programm. „Das Verständnis für Familienfreundlichkeit wächst in Unternehmen, auch aufgrund des Fachkräftemangels“, betonte Dr. Joachim Stamp, Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und Stellvertretender Ministerpräsident, beim Business Talk.

 

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Mehr dazu auf

familie@beruf.nrw.de

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