Warum sich Familienfreundlichkeit auszahlt

Gespeichert von chefredakteur am 8. Juni 2016
Vater liest seinem kleinen Sohn aus einem Bilderbuch vor.

Warum sich Familienfreundlichkeit auszahlt

Familiengerechte Personalpolitik als Schlüssel zum Unternehmenserfolg

Immer mehr Arbeitgeber setzen auf eine familienfreundliche Unternehmenskultur und unterstützen ihre Mitarbeitenden bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dieses Engagement wappnet Betriebe für die Zukunft und bringt zahlreiche Vorteile für Arbeitgeberseite und Beschäftigte gleichermaßen.

 

Ob durch familiäre Betreuungspflichten oder den persönlichen Wunsch nach mehr Freiraum: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit und betrifft sowohl Mitarbeitende als auch Unternehmen. Junge Beschäftigte streben nach der Familiengründung oft eine partnerschaftliche Aufteilung der Erziehungsaufgaben an, während ältere Mitarbeitende sich häufig um pflegebedürftige Angehörige kümmern müssen und wollen. Die Bereitschaft ihres Arbeitgebers für eine flexible Gestaltung ihrer Arbeitssituation ist ihnen dabei eine große Entlastung. 
Für Unternehmen wiederum sind gut ausgebildete, leistungsstarke und flexible Beschäftigte ein entscheidender Faktor für unternehmerischen Erfolg. Sie für ihr Unternehmen zu gewinnen und langfristig zu binden, ist eine wichtige Aufgabe der Unternehmenspolitik, die sich vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels stellt. Viele Betriebe unterstützen ihre Mitarbeitenden daher bereits in deren individuellen Lebensphasen.  

Wovon familienfreundliche Unternehmen profitieren

Dabei machen sie die Erfahrung, dass eine familiengerechte Personalpolitik auch mit zahlreichen Vorteilen für die Arbeitgeberseite einhergeht. So sorgt die Möglichkeit einer guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter anderen für:

zufriedene und motivierte Beschäftigte

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren individuelle Bedürfnisse in unterschiedlichen Lebensphasen vom Arbeitgeber unterstützt werden, sind zufriedener und motivierter. Sie fühlen sich wertgeschätzt. Das führt zu einer engeren und langfristigeren Bindung an das Unternehmen, reduziert die Fluktuation in der Belegschaft und wirkt sich positiv auf das allgemeine Betriebsklima aus.

ein einfacheres Rekrutieren von Fachkräften

Mit Blick auf die demografischen Entwicklungen und den sich abzeichnenden Fachkräftemangel sind Unternehmen sowohl darauf angewiesen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten, als auch neue und gut ausgebildete Fachkräfte zu rekrutieren. Eine familienbewusste Personalpolitik verschafft ihnen hier einen klaren Wettbewerbsvorteil, da viele Beschäftigte bei der Wahl ihres Arbeitgebers auf diese Komponente achten.

weniger Fehlzeiten

Wenn Beschäftigten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gut gelingt, schont das ihre Ressourcen. Sie fühlen sich weniger gestresst und werden seltener krank. Eine Verringerung der Fehlzeiten wirkt sich außerdem positiv auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens aus. 
 

kürzere Elternzeiten

Eine flexible Gestaltung ihrer Arbeitssituation, zum Beispiel durch Teilzeitmodelle oder Home-Office-Angebote, erleichtert Müttern und Vätern den Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Es motiviert sie außerdem dazu, früher in den Beruf zurückzukehren. Viele Arbeitgeber gehen daher frühzeitig in einen offenen Austausch mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, erarbeiten gemeinsam passende Wiedereinstiegsangebote und halten sie, falls gewünscht, auch während der Elternzeit über Neuigkeiten aus dem Unternehmen auf dem Laufenden.

ein gutes Image

Beschäftigte, die die familienfreundliche Personalpolitik ihres Arbeitgebers zu schätzen wissen, empfehlen diesen gerne weiter - im Freundes- und Bekanntenkreis, aber auch auf offiziellen Bewertungsportalen im Internet. Familiengerechte Unternehmen profitieren so von einem guten Image und werden zu einem begehrten Arbeitgeber.

Kosteneinsparungen

Häufige Fehlzeiten, der Verlust eingearbeiteter, qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder eine hohe Fluktuation kostet Unternehmen Ressourcen und Geld. Familienfreundliche Maßnahmen können hier zu einem echten Kostensparer werden, vor allem, wenn sie auch Väter erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Bundesfamilienministerium bei Roland Berger in Auftrag gegebene Studie. Bereits weitläufig etablierte Angebote wie Teilzeitmodelle, Home-Office-Möglichkeiten oder Kinderbetreuungsangebote erzielen positive Renditen bis zu 25 Prozent.

Einen Einblick in unterschiedliche Möglichkeiten, sich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzusetzen, gibt die Rubrik Personalmaßnahmen. Konkret erprobte Good-Practice-Beispiele aus der Unternehmenslandschaft Nordrhein-Westfalens zeigt unsere Datenbank Gute Praxis
 
Sie möchten wissen, wie familienfreundlich Ihr Unternehmen bereits ist? Dann machen Sie den Check für familienbewusste Unternehmenskultur des Netzwerks Erfolgsfaktor Familie. Er hilft Unternehmen dabei, herauszufinden, wie familienfreundlich sie bereits agieren und welche Möglichkeiten zur Optimierung es gibt. 

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Informationen

Mehr dazu auf

familie@beruf.nrw.de

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